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Viel Applaus für Rapper „Silento“

Statt Schulfasching: Zuhörer des Playback-Awards der Christian-Sammet-Schule waren begeistert

Von Anna Thiem

„Im Vordergrund steht für uns der Spaß“, finden Marina Groner, Marie Walter und Melissa Heinlein. Durch die Luft fliegende Bonbons, Konfettikanonen und eine bühnenreife Hip-Hop-Performance waren nur ein paar der Höhepunkte des Playback-Awards der Christian-Sammet-Schule. Ein Blick hinter die Kulissen.

Die 27 Schüler und zwei Lehrerinnen performten gestern zu den Hits von Ed Sheeran, Jessi J und Camila Cabello. Gesangstalent spielt hier keine große Rolle, da die Lieder der ausgewählten Interpreten im Hintergrund laufen. Die Schüler hatten die Aufgabe, durch tänzerische Darbietung, die richtige Interpretation der Lieder durch Gestik und einen überzeugenden Playback-Effekt zu glänzen. „Ein bisschen Mund auf und zu mach’ ich manchmal auch“, erklärt der zwölfjährige Erwin Schmidt entspannt, der mit seiner Hip-Hop-Performance zu Silentos „Watch Me“ für tosenden Applaus sorgte und auf den ersten Platz kam.

Hilfe und Tipps hat er vor allem von seinem großen Bruder Vitali Schmidt bekommen, der auch schon als Kandidat beim Playback-Award angetreten ist. Alina Yilmaz und Nina Bayer nahmen sich „Leiser“ von LEA vor und holten den zweiten Platz. Auf Platz drei kam Paula Harting, die mit Sarah Jane Scotts „Hallo Hallo“ die Jury überzeugte. Die zwölf Neuntklässler, die zusammen mit ihren Lehrerinnen die Gruppe 9Ms bildeten, bekamen einen Sonderpreis, einen Eisdielen-Gutschein. Ihren unterhaltsamen Schautanz performte die Gruppe zu einem vielfältigen Musik-Remix, der unter anderem die Songs „Herzbeben“, „How it is“ und „Atemlos“ aufgriff. Auch Ed Sheeran wurde würdig von Tomás Homola vertreten. Der Schüler nahm für seinen Auftritt zu dem Song „Perfect“ eine Gitarre mit, um den Star besonders gut zu imitieren.

„Ich war immer etwas außerhalb des Taktes“, erzählt Schulleiter Thorsten Herzing schmunzelnd über seine letzte Teilnahme, die schon zwei Jahre zurückliegt. Dieses Jahr tanzt er aber nicht mehr mit seinen Schülern zu „Sister Act“, sondern sitzt in der Jury. Diese besteht aus Mitgliedern der Schulleitung, des Förderverbands und des Elternbeirats. Besonders freut sich der Schulleiter darüber, dass die Schüler alles selbst organisiert haben.

Musiklehrer Erich Nitt lobt das große Engagement der Schüler, die aus allen Jahrgangsstufen kommen. Er findet es besonders schön, dass sich auch sonst eher zurückhaltende Schüler trauen, vor Publikum aufzutreten. Mit den Leistungen seiner Schüler ist er sehr zufrieden, im Vordergrund steht aber in erster Linie, dass es ein schöner und lustiger Nachmittag für alle Teilnehmer und Zuschauer war.

Die Preise reichten von Bluetooth-Kopfhörern über CDs, bis hin zu Computerspielen. Die Schülerinnen Özlem Ucar, Madlen Trenz und Marie Walter führten durch das Programm des Abends. Die drei Mädchen hatten viel im Vorfeld geprobt, damit auch alles nach Plan läuft. Vor den Auftritten der Kandidaten lieferten die Moderatorinnen eine Kurzinformation zu den jeweiligen Interpreten. Die Informationen recherchierten sie selbst. Auch die anderen Schüler probten fleißig im Voraus. Die meisten begannen zirka zwei bis drei Wochen vor dem großen Event mit ihren Vorbereitungen. Sowohl zu Hause als auch in der Schule fand die Vorbereitung statt. „Die Lehrer haben uns hilfreiche Tipps gegeben“, so die beiden Zwölfjährigen Amy Müller und Lena Regner, die schon zum zweiten Mal beim Wettbewerb mitmachten.

Auch privat sind die Teilnehmer musikalisch und tänzerisch unterwegs. Amy Müller und Marie Walter singen in einer Band, und auch für den Gewinner des gestrigen Abends, Erwin Schmidt zählen Singen und Tanzen zu seinen größten Hobbys. Die Veranstaltung fand anstelle eines Schulfaschings statt. Traurig ist deswegen aber niemand. „Der ist ja sowieso nur etwas für kleinere Kinder“, so einige Teilnehmerinnen.


NBK Pegnitz vom Freitag, 9. Februar 2018