§ 36 Teilnahme anderer Bewerber, Gleichwertigkeitsanerkennung

(1) An der besonderen Leistungsfeststellung können auch Bewerber teilnehmen, die nicht Schüler einer öffentlichen oder staatlich anerkannten Hauptschule sind. Soweit sie Schüler sind, müssen sie sich jedoch mindestens in der Jahrgangsstufe 9 befinden.
(2) Die Bewerber müssen den Antrag unter Angabe der von ihnen gewählten Fächer (ein Fach nach § 31 Abs. 1 Nr. 2 und zwei Fächer nach § 31 Abs. 1 Nrn. 3 und 4, wobei eines der Nr. 4 angehören muss) bis zum 1. März an der Hauptschule stellen, in deren Sprengel sie ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben. Später eingehende Anträge können nur in begründeten Ausnahmefällen berücksichtigt werden.
(3) Bei der Festlegung der Gesamtnoten werden Jahresfortgangsnoten nicht miteinbezogen. Zur Errechnung der Gesamtbewertung wird die erzielte Notensumme durch den Teiler 9 geteilt.
(4) Für Bewerber, die das Gymnasium, die Realschule oder die Wirtschaftsschule besuchen, stellt das Staatsministerium für das Fach Arbeitslehre Aufgaben, die den Lehrplan der Jahrgangsstufe 9 der jeweiligen Schulart berücksichtigen. Die Aufgaben werden für diese Bewerber von zwei Lehrkräften der jeweiligen Schulart bewertet.
(5) Berufsschüler und Berufsfachschüler sowie Bewerber, die keine Schule mehr besuchen, können sich der besonderen Leistungsfeststellung im Fach Englisch unterziehen; Absatz 2 gilt entsprechend. Bewerber, die mindestens die Gesamtnote 3 erzielt haben, erhalten ein Zeugnis über den Nachweis erforderlicher Englischkenntnisse für den mittleren Schulabschluss der Berufsschule und Berufsfachschule und für den qualifizierten beruflichen Bildungsabschluss.
(6) Absatz 5 Satz 2 gilt entsprechend für Bewerber, die aufgrund der Gesamtbewertung den qualifizierenden Hauptschulabschluss nicht erhalten.
(7) Über die Gleichwertigkeit von deutschen Schulabschlüssen mit dem qualifizierenden Hauptschulabschluss entscheidet das Staatsministerium.