Abschlussfahrt der Klassen 9a und 9bG 2013 an den Gardasee

Montag, 13.Mai 2013

Pünktlich um 8 Uhr starteten alle Schüler der Klassen 9a und 9bG mit ihren Klassenlehrern Heimberg und Lindner sowie den Begleitpersonen Frau Ondrussek und Herrn Gebhardt bei kaltem und regnerischem Wetter mit einem Bus der Firma Mannschedel vom Parkplatz der Christian-Sammet-Mittelschule zur Abschlussfahrt an den Gardasee. Die Reise führte von regelmäßigen Pausen unterbrochen an Nürnberg und München vorbei nach Österreich und schließlich über den Brennerpass nach Italien. Hier wurde mit jedem Kilometer auf italienischem Boden das Wetter trockener und wärmer. An Brixen und Bozen vorbei gelangten wir schließlich bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen an unser Ziel – den Ferienpark Eden bei Salò am Gardasee.

Hier bezogen wir unsere Ferienreihenhäuser, richteten uns häuslich ein und erkundeten die Anlage, die über zahlreiche Freizeitmöglichkeiten wie Sportplätze, Swimmingpool usw. verfügt und nur durch eine schmale Straße vom Ufer des Gardasees getrennt ist. Zur Anlage gehört ein eigener Strandabschnitt mit Steg.

Nach dem Abendessen im Restaurant der Anlage ging es noch an den Strand. Etliche Schüler testeten die Wassertemperatur, indem sie im Uferbereich des Sees herumwateten. Schwimmen war aufgrund der nächtlichen Stunde nicht mehr möglich. Anschließend boten die Anlage und die Reihenhäuser viele Möglichkeiten, den Abend sportlich oder gemütlich ausklingen zu lassen.

Dienstag, 14. Mai 2013

Nach einem ausgiebigen Frühstück vom Buffet fuhren wir bei strahlendem Sonnenschein und steigenden Temperaturen nach Verona.

Hier stand als erstes eine geführte Stadtbesichtigung auf dem Programm. Diese begann in der berühmten Arena, einem um 50 n. Chr. erbauten Amphitheater. Das Bauwerk ist 138 m lang und 110 m breit und somit das zweitgrößte Amphitheater Italiens – nach dem Kolosseum in Rom. Die Fassade besteht aus zweigeschossigen Arkadenbögen und im Inneren befinden sich 45 Sitzreihen mit etwa 22.000 Plätzen. Hier finden im Sommer die berühmten Opernfestspiele statt.

Nach dem Verlassen der Arena zeigte uns die deutschsprachige Führerin die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Von der Piazza Bra führte unser Weg an die Etsch, wo wir mediterranes Flair atmen konnten. Dann ging es zurück in die Innenstadt, zur Piazza delle Erbe, einem großen Marktplatz mit mittelalterlichen Bürgerhäusern und der Marmorsäule mit dem geflügelten Markuslöwen. Im Zentrum thront über einem antiken Brunnenbecken die schon bald nach der Errichtung im 14. Jahrhundert zum Symbol der Stadt gekürte „Madonna Verona“.

Von der Piazza delle Erbe waren es nur wenige Schritte zum Haus der Julia (Casa di Giulietta) mit dem berühmtesten Balkon der Literaturgeschichte. Für die Figuren in Shakespeares Drama „Romeo und Julia“ gab es keine historischen Vorbilder und somit auch keinen „echten“ Balkon der Julia. Dieser wurde in den 1930er Jahren nachträglich angebaut und war zuvor ein Teil eines Sarkophags. Es ist eigentlich ein Muss, die Brust der im Garten unter dem Balkon stehenden Julia-Statue zu berühren, da dies Glück bringen soll. Die Schüler machten im Hinblick auf die bevorstehenden Abschlussprüfungen reichlich Gebrauch von diesem Glücksbringer.

Anschließend ging es weiter zur Piazza di Signori mit dem Denkmal Dantes und zum Dom. Mittlerweile hatten die Temperaturen sommerliche 30° erreicht und so waren alle froh, dass nach der Stadtführung nun endlich Zeit zur freien Verfügung war, um sich ein schattiges Plätzchen, ein kühles Getränk oder ein erfrischendes Eis zu gönnen und anschließend noch einen Bummel durch die Läden der Fußgängerzone zu machen.

Am Nachmittag machten wir uns auf den Rückweg zum Gardasee. Hier machten wir zehn Kilometer südlich des Gardasees Station in Solferino, das zur Provinz Mantua gehört. Die Stadt ist bekannt geworden durch die Schlacht von Solferino am 24. Juni 1859 und gilt aufgrund der Auswirkungen dieser Schlacht als Geburtsort der Idee zur Gründung des Roten Kreuzes. Bei Solferino trafen die Truppen des Königreichs Sardinien-Piemont sowie Frankreichs auf die Armee Österreichs. Österreich verlor die Schlacht und damit die Lombardei an das Königreich Sardinien Piemont. Die unvorstellbare Grausamkeit der Schlacht mit etwa 8.000 Toten veranlasste den Genfer Geschäftsmann Henry Dunant dazu, diese aufzuschreiben und somit auf diese Gräuel aufmerksam zu machen. Unter dem Eindruck seines Buches kam es 1863 in Genf zur Gründung des Roten Kreuzes.

Im Ort befindet sich ein kleines Museum, in dessen unmittelbarer Nähe sich auf einem Hügel die Knochenkapelle Ossario di Solferino befindet. In dieser kleinen Kirche werden die Schädel von 1.413 Gefallenen der Schlacht und Knochen von ca. 7.000 weiteren Opfern aufbewahrt. Die Schüler zeigten davon sehr beeindruckt.

Nach einem Boxenstopp an einem Supermarkt zur Beschaffung von Getränken und Naschereien ging es zurück in die Ferienanlage. Rasch wurden die Einkäufe eingeräumt und es ging zum Schwimmen oder Planschen an den See. Die Schüler nutzten die Zeit bis zum Abendessen für ein kühles Bad im See oder einfach bei herrlichem Sommerwetter mit einem grandiosen Blick auf den See die Seele ein bisschen baumeln zu lassen.

Nach dem gemeinsamen Abendessen gab es wieder ausreichend Zeit zur freien Verfügung um sich sportlich oder gesellig zu betätigen.

Mittwoch, 15. Mai 2013

Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg nach Peschiera del Garda zum Freizeitpark „Gardaland“. Die riesige Anlage mit zahlreichen Fahrgeschäften und Attraktionen bot unzählige Möglichkeiten, den Tag mit Spaß und Action zu verbringen. Bei herrlichem Wetter konnten die Schüler hier einen unbeschwerten Tag genießen. Am späten Nachmittag fuhren wir wieder in unsere Ferienanlage zurück, wo etliche Unermüdliche noch einmal die Gelegenheit zum Schwimmen und Planschen im See nutzten.

Leider setzte bereits beim Abendessen gewittriger Regen ein, sodass sich die abendliche Freizeitgestaltung auf die Reihenhäuser beschränken musste.


Donnerstag, 16. Mai 2013

Der Regen der vergangenen Nacht hatte sich noch verstärkt und steigerte sich sintflutartig, zudem sanken die Temperaturen in den einstelligen Bereich, sodass wir die geplante Schifffahrt nach Sirmione nicht durchführen konnten und den Tag in der Anlage und hier vor allem in den Häusern verbringen mussten. Als Ausgleich für die entfallene Schifffahrt servierten uns die Betreiber der Ferienanlage ein zusätzliches Mittagessen. Da auch am Nachmittag der starke Regen anhielt, hatten wir genug Zeit in Ruhe zu packen und sauber zu machen. Bei strömendem Regen luden wir unser Gepäck in den Bus und erledigten die Abnahme der Häuser durch die Betreiberin der Anlage. Danach nahmen wir unser Abendessen ein. Mit Lunchpaketen für die Heimfahrt versehen machten wir uns – wegen des schlechten Wetters einige Stunden früher als geplant- auf die Rückreise.


Freitag, 17. Mai 2013

Nach einer anstrengenden Nachtfahrt langten wir alle gesund wieder am Parkplatz der Schule an, wo die Schüler bereits von ihren Eltern erwartet wurden und nun in die Pfingstferien starten konnten.