Die Christian-Sammet-Schule erreichte den ersten Platz bei der Prämierung der Stände (oben). Im Angebot: Bilder aus dem Elbsandsteingebirge. Auch sonst waren die Stände mit viel Liebe dekoriert und ausgestattet. Die Jugendbergmannskapelle (links) gab ein weihnachtliches Standkonzert.

Ein perfekter Auftritt

Christkind Nina Bauer besteht seine Feuerprobe mit Bravour – Plätzchen rasch ausverkauft

Diesmal konnte sich niemand über das Wetter beim Weihnachtsmarkt rund um die Bartholomäuskirche beklagen. Die Regenschirme durften daheim gelassen werden – stattdessen Schnee satt und bitterkalte Winterromantik.

Es war aufregend, ist aufregend und wird es für jedes Pegnitzer Christkind immer bleiben: der erste Auftritt vor dem Kirchenportal. Dann, wenn Hunderte Zuschauer, vor allem Kinder, auf dem Kirchplatz zwischen den Ständen stehen und auf den Prolog warten. Nina Bauer machte ihre Sache perfekt – alles verlief fehlerfrei. Im Anschluss verteilte sie zusammen mit ihren beiden Engeln Ann-Helen Hagelloch und Franziska Kraft Lebkuchen an die Kinder, denen es anzusehen war, dass sie noch an das Christkind, das gerade vor ihnen steht, glauben: Die Augen leuchteten.

23 Stände waren aufgebaut, die schönsten wurden prämiert. Den ersten Platz machten dabei zwei Klassen der Christian-Sammet-Mittelschule. „Im September waren wir bei einem Schulausflug im Elbsandsteingebirge“, erzählen die Schüler. Dort hatten sie Bilder der wunderschön-bizarren Felsenlandschaft gemacht. Die Holzrahmen, in denen sie verkauft wurden, wurden ebenfalls selbst im Werkunterricht hergestellt. 70 Euro erhält die Schule dafür. Einen dritten Platz gab es nicht, dafür zwei zweite Plätze mit der gleichen Punktzahl: der Stand von Bettina Merkl und der von Karin Luppa. Sie wurden jeweils mit 40 Euro bedacht.

Jeder Stand bot dabei etwas anders: Weihnachtskarten, die von innen mit Teelichtern beleuchtet werden können, Holzarbeiten wie Kerzen oder Rehe oder auch gestrickte Sachen – alles selbst gemacht und alles Unikate. Bei der Christkindvolkswahl gab es wieder drei Einkaufsgutscheine im Wert von je 100 Euro zu gewinnen, spendiert von der lokalen Tageszeitungen. Hier entschied das Los für Willi Adamzyk, Gertrud Wagner und Christa Hagelloch, die Oma eines Engels aus Schwäbisch Hall.

„Es sind noch 20 Tage bis Weihnachten. An jedem Tag darf im Kalender ein Türchen aufgemacht werden“, sagte Dekan Dr. Gerhard Schoenauer. In seiner Andacht vor der Kirche verglich er diese Türen mit den Türen in den Herzen: „Es wäre schön, wenn Türen zwischen Menschen, die geschlossen sind, wieder geöffnet werden könnten. Bis Weihnachten haben wir noch 20 Tage Zeit, um wieder aufeinander zu zugehen.“

Wie schon beim katholischen Christkindlmarkt vor einer Woche war festzustellen: Weniger Besucher als in den letzten Jahren kommen zu den Adventsmärkten. „Es gibt einfach zu viele“, so Dekan Schoenauer im Kurier-Gespräch. Zufrieden mit der Resonanz könne man dennoch sein – waren doch schon mittags die viereinhalb Zentner Plätzchen, von fleißigen Händen ehrenamtlicher Helferinnen. gebacken, restlos an den Mann oder die Frau gebracht

mü/sbr

NBK Pegnitz vom Montag, 6. Dezember 2010