Musikalische Weihnacht mit Polizist Frömel als Märchenonkel

Pegnitz - Die Musik stand dieses Jahr bei der Weihnachtsfeier der Christian-Sammet-Schule im Mittelpunkt. «Wir sind seit diesem Schuljahr die einzige Hauptschule mit Schwerpunkt Musik in Oberfranken», erklärt Rektor Helmut Graf. «Wir haben eine Schulband, den Chor und bieten Instrumentalunterricht, nächstes Jahr wollen wir noch eine Bläsergruppe ins Leben rufen», sagt der Rektor.

Der Schulchor hatte unter der Leitung von Erich Nitt die Kantate «Mr. Scrooge» einstudiert. «Wir proben seit Oktober», sagt Nitt. Julia Ludwig und Saskia Gröschel spielten mit Violine und Blockflöte «Alle Jahre wieder».

Patrick Bauer zeigte auf dem Keyboard sein Können. Bekannte Songs wie «Lasst uns froh und munter sein» oder «Jingle Bells» waren zu hören.

Zu Gast war auch Verkehrserzieher Peter Frömel. Er erzählte eine Weihnachtsgeschichte. Auch die Theatergruppe beteiligte sich an der Weihnachtsfeier, zu der alle Schüler in die Aula kamen.

Rektor Graf freute sich darüber, dass dieses Jahr die Schüler wieder Spenden gesammelt haben. «Einige opferten dafür ihr Taschengeld.» Der Förderverein der Schule erhielt 280 Euro. Der Schulchor unterstützt die Pegnitzer Tafel mit 200 Euro und Schüler der Klassen 6g und M8 spenden 200 Euro, 100 Euro davon bekommt der Gnadenhof und 100 Euro der Verein «Tierisch aktiv» in Plech.
Nordbayerische Nachrichten vom 24.12.2009



An Weihnachten zieht es Jugendliche in den GottesdienstNN-Umfrage: Geschenke sind nicht immer das Wichtigste - Familie im Vordergrund - Mehr Abwechslung in den normalen Messen gewünscht An Weihnachten zieht es Jugendliche in den Gottesdienst

PEGNITZ (kfr) - An Weihnachten sind die Kirchen voll. Viele gehen nur einmal im Jahr in einen Gottesdienst – an Heiligabend. Doch wie stehen Jugendliche dazu? Wir haben uns an der Weihnachtsfeier der Christian-Sammet-Schule umgehört.

Für Franziska Berner (14) aus Lüglas ist die Familie an Weihnachten das Wichtigste. «Die Oma läutet mit einem Glöckchen und dann gibt es Geschenke.» In die Kirche geht Franziska nicht. «Als Kind bin ich immer gegangen und als ich heimgekommen bin war das Christkind da. Doch mittlerweile gehe ich an Weihnachten nicht mehr in den Gottesdienst.» Auch sonst geht Franziska nicht in die Kirche. «Sonntags schlafe ich meist länger», sagt sie.

Das Feiern mit der ganzen Familie ist auch für Tamara Ziegler (15) das Schönste am Weihnachtsfest. Doch für Tamara gehört auch die Kirche dazu. «Ich gehe immer mit der Oma und der Mutter, danach gibt es was zu Essen und Geschenke.» Doch Weihnachten ist eine Ausnahme «weil es einfach zum Fest dazugehört». Ansonsten geht Tamara nämlich nicht in die Kirche.

Auch Jasmin Kaese (15) aus Plech und Nadine Mendel (15) aus Trockau lassen sich nur an Weihnachten in der Kirche blicken. Unter dem Jahr besuchen die beiden eher selten einen Gottesdienst. «An Weihnachten ist die Atmosphäre einfach außergewöhnlich. Für mich ich dies das Einläuten der Bescherung», sagt Jasmin. Doch ansonsten fehle oft das Besondere. «Der Ablauf eines Gottesdienstes ist immer derselbe», sind sich Jasmin und Nadine einig. Ihrer Meinung nach könnte alles doch etwas abwechslungsreicher gestaltet werden, vielleicht würden dann auch mehr Jugendliche kommen: «Es könnte ab und zu eine Band spielen», sagt Nadine. «Auch schnellere Lieder oder kleinere Theateraufführungen wären schön.» Auf die Frage, ob für junge Leute an Weihnachten die Geschenke am wichtigsten sind, lachen Jasmin und Nadine. «Die Bescherung ist schon für die meisten das Wichtigste», sagen sie dann. Viele würden sich kaum Gedanken über den eigentlichen Sinn des Festes machen.

Doch es gibt auch junge Menschen, die jeden Sonntag auf der Kirchenbank sitzen. Einer davon ist Martin Zeilmann (16) aus Hundshof. «Manchmal gehe ich sogar noch öfter», sagt er. Martin ist Ministrant und deswegen der Kirche sehr verbunden. «Ich gehe gerne. Ich stehe dazu.»

Sein Schulkollege André Decker (16) kann dagegen Martin nicht so recht verstehen. «Ich bin gläubig, dazu brauche ich keine Kirche», sagt André. Aber auch er geht an Weihnachten und sonst ab und zu in den Gottesdienst. Bei einem sind sich Martin und André aber einig: Für die beiden Jungs stehen an Heiligabend nicht die Geschenke, sondern das Fest selbst und die Geburt von Jesus im Mittelpunkt.Nordbayerische Nachrichten vom 24.12.2009

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