Gründung Förderverein

Der Gründungsvorstand des Fördervereins Gabi Böhmer, Johanna Schoberth-Altkofer, Erich Nitt, Jutta Siewert (Vorsitzende), Hans-Walter Hofmann (2. Vorsitzender), Helmut Bauer, Lieselotte Kürzdörfer und Fritz Krohse (mit im Bild Rektor Helmut Graf). Foto: Thomas Weichert

Verein hilft Hauptschule, fit für die Zukunft zu werden. Förderverein Christian-Sammet-Schule Pegnitz wurde aus der Taufe gehoben - Jutta Siewert zur Vorsitzenden gewählt
PEGNITZ (tw) - 27 natürliche Personen und die KSB Pegnitz als juristische Person hoben am Montagabend im Lehrerzimmer den Förderverein Christian-Sammet-Schule Pegnitz aus der Taufe. Zur Vorsitzenden wurde einstimmig Elternbeiratsvorsitzende Jutta Siewert gewählt.

Ihr Stellvertreter ist der zweite Schulverbandsvorsitzende, Rechtsanwalt und Schnabelwaider Bürgermeister Hans-Walter Hofmann, der auch die Satzung rechtlich überprüft hatte. Zum Schatzmeister wurde Helmut Bauer aus Neudorf bestimmt, Schriftführerin ist Hauptschullehrerin Johanna Schoberth-Altkofer und Beisitzer sind Gabi Böhmer, Erich Nitt und Renate Eckert. Zu Kassenrevisoren wurden Fritz Krohse und Lieselotte Körzdörfer gewählt.

«Heute ist ein großer Tag», begrüßte Rektor Helmut Graf die Gründungsmitglieder und betonte, dass es schon seit Jahren sein Bestreben sei, einen Förderverein für die Pegnitzer Hauptschule zu gründen. Ein Verein, der für seine Schule eine finanzielle Basis schafft. Wie Graf sagte, seien die Hauptschulen in der Diskussion. Unterscheiden müsse man da aber schon. Eine Hauptschule in einer Großstadt sei etwas ganz anderes. Nicht vergleichbar mit Pegnitz, einer Schule mit bester Ausstattung und neu saniert. «Wir sind zufrieden mit der Finanzausstattung durch den Schulverband», betonte Graf.

Beim Förderverein gehe es um die freiwilligen Leistungen, die ein Sachaufwandsträger (bisher die Stadt Pegnitz und der Markt Schnabelwaid, hinzukommen wird die Stadt Betzenstein) nicht alle tragen könne und dürfe. Die Kinder seien zum Beispiel immer aktiver im Internet und oft viel gewiefter als die Lehrer. Mit dem Geld, das der Förderverein durch Spenden und Mitgliedsbeiträge sammelt, könnte zum Beispiel ein Internet-Referent bezahlt werden.

«Wir wollen die Erziehung fördern», sagte Graf. Oder der Förderverein könnte das Anfangskapital für eine Schülerfirma zur Verfügung stellen. Oder einen Zuschuss geben für Kinder armer Eltern, die sonst zu einer Klassenfahrt nicht mitfahren könnten.

Franz Eller von der KSB schlug vor, als Zweck des Vereins die Unterstützung von Bildungsprojekten ganz oben anzustellen. Als weitere Beispiele wurden in die Satzung auch Anschaffungen für die Schulbibliothek, die Unterstützung von musischen und anderen Gruppen, von Vorträgen und Seminaren, die Beschaffung von Lernmaterial oder Auszeichnungen und Preisen sowie die Mitgestaltung von Veranstaltungen aufgenommen.

Wie Graf betonte, gelte es im Rahmen der neuen Hauptschulinitiative, die Christian-Sammet-Schule für die Zukunft fit zu machen. Man sei nun dabei, eigene Schulschwerpunkte festzulegen. Dazu gibt es auch schon einen Unterstützerkreis von 50 Firmen. «Die Hauptschulen werden immer mehr zu Angebotsschulen», so Graf, der betonte, dass seine Schule in der Region und in Pegnitz inzwischen einen sehr guten Ruf habe. «Wir wollen, dass keiner unsere Schule ohne Abschluss verlässt», so Graf. Die Rate der Schüler ohne Hauptschulabschluss sei schon heute verschwindend gering.

Bürgermeister Manfred Thümmler sagte, dass sich der Schulaufwandsträger immer seiner Aufgabe gestellt habe. «Es hat mich gefreut, wie sich die Schule in den letzten Jahren immer mehr nach außen präsentiert hat», so Thümmler, der betonte: «Die Schule ist ausgestattet mit dem Besten, was es gibt.» Thümmler hofft, dass sich auch ehemalige Schüler im neuen Förderverein engagieren. «Die Stadt Pegnitz wird sicher auch Mitglied.» Gleiches erklärte Hofmann für den Markt Schnabelwaid. Sie waren sich alle sicher, dass die Mitgliederzahl schnell anwachsen wird.

Als Mindestjahresbeitrag wurden 15 Euro beschlossen. Gerne kann jemand aber auch mehr geben.
(Bericht in den Nordbayerischen Nachrichten und im Nordbayerischen Kurier)