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Viel Musik gabs beim Schulabschied an der CSS

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Abschlussfeier 2009



Pegnitz: Sammetschule wird zur Musikschule
Dicke Überraschung für Rektor Graf: Mehr Lehrerstunden - 100 Absolventen mit 65 Lehrstellen
Pegnitz: Sammetschule wird zur Musikschule

PEGNITZ - Mit einer faustdicken Überraschung wartete Rektor Helmut Graf bei der Verabschiedung von 100 Schülern auf: «Heute wurde die Christian-Sammet-Schule zur Hauptschule mit Musik«. Damit ist sie die einzige Hauptschule Oberfrankens und eine von acht in Bayern mit diesem Schwerpunkt, erfuhr er am gleichen Tag aus einem Brief des Kultusministers.

Für die Schule bringe diese zusätzliche Ausrichtung entscheidende Vorteile, erläuterte Graf: «Mehr Lehrerstunden«. Grund für dieses neue Qualitätsmerkmal sei die «hervorragende Ausstattung« seiner Schule, war er überzeugt. Und erwähnte auch gleich die außergewöhnlichen Leistungen seines Musiklehrers Erich Nitt.

Als Reaktion kündigte Graf eine Zusammenarbeit mit der Musikschule Pegnitz sowie mit Musikvereinen aus Pegnitz und Umgebung an.

Die zweite gute Nachricht: «Bei uns gibt es keine Schweinegrippe an der Schule, trotzdem müssen wir uns ja nicht alle gleich küssen«.

Bald Mittelschule

Auch sei die Sammetschule «auf einem guten Weg«, um im nächsten Jahr die Anerkennung als Mittelschule zu erhalten. Die Voraussetzungen dafür seien erfüllt.

Im Anschluss an den Liedvortrag «Auf, du junger Wandersmann« des Schulchores sprach Bürgermeister Manfred Thümmler von der Wanderung der jungen Absolventen aus 9. und 10. Klassen ins Leben. Er freute sich über den Titel Musikschule, «Das gibt dieser Schule Eigenständigkeit«.

Absolventen, die noch keine Lehrstelle haben, rief er zu: «Es darf keiner am Straßenrand stehen bleiben«. Die Gesellschaft brauche alle als Mitarbeiter. Entscheidend für Arbeitgeber seien nicht allein gute Noten, sondern dass junge Menschen die Kraft hätten, «sich durchzusetzen«.

37 Schüler haben sich um den «Quali« bemüht, 25 von ihnen haben den 3,0-Notenschnitt erreicht. Von 54 scheidenden Neuntklässlern haben bis jetzt 28 Ausbildungsstellen. Einige besuchen künftig Fachschulen, manch einer dreht eine Ehrenrunde. Von 46 Zehntklässlern haben bisher 37 eine Lehrstelle. Zwei wechseln auf die Fachoberschule, weitere auf Berufsfach- und Hauswirtschaftsschulen.

Seinen Schülern bescheinigte Graf «durchwegs ordentliches Verhalten«. Er bedankte sich für deren Engagement, etwa als Schülerlotse oder bei «Schüler helfen Schülern«.

Der scheidende Vikar Florian Herrmann wurde an den Abschlussscherz erinnert, bei dem er als ausgebildeter Sänger den Schlager «Knallrotes Gummiboot« trällern musste. Der Abschlussabend selbst wurde musikalisch auch durch das Jazzquartett mit dem kurzfristig eingesprungenen Johannes Raum ausgestaltet. Melanie Dietrich brachte ein romantisches Solostück am Piano. Zum Mitklatsch-Hit wurde «Friends forever« des Schulchores.

Sklenarsch als Beste

Für besondere Leistungen ausgezeichnet wurden beim Qualifizierender Hauptschulabschluss: Manuela Sklenarsch, Notendurchschnitt 1,77, Mandy Pfab (2,05) sowie Stefan Joachim und Martin Knorr (jeweils 2,38). Geehrt beim Mittleren Schulabschluss: Maximilian Berner (2,00) sowie Martina Brütting, Patrick Fellner, Magdalena Neuß und Martin Strömsdörfer (alle 2,13).

Eine humorvolle Abschlussrede hielten als Schülersprecher Stefan Joachim und Tobias Kroder. Mit Augenzwinkern spannten sie den Bogen vom Einschulungstag «als Knirpse« bis zum Schulabschied, von Englisch-Vokabeln bis zum «Satz des Pythagoras« in Mathe. Das Leben sei eine Baustelle, nur würden manche eben noch länger am (schulischen) Fundament arbeiten.

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Bilder und Bericht: Frank Heidler24.7.2009