Im Hütchen-Parcours sahen die Schüler, dass es unter Alkoholeinfluss problematisch ist, den korrekten Weg zu finden.Foto: red

Mit der Rauschbrille sieht man eher schlecht

ADAC-Aktion in der Christian-Sammet-Mittelschule – Schüler berichten über Erfahrungen mit Alkohol

So sieht man, wenn man einen zu viel in der Krone hat: Dieser Tage bekamen die Schüler der siebten Klassen der Christian-Sammet-Mittelschule Pegnitz durch zwei Mitarbeiter des ADAC für jeweils zwei Schulstunden die Möglichkeit, mit Hilfe sogenannter Rauschbrillen einen Einblick in die Beeinträchtigung von Reaktionsvermögen und Verkehrstüchtigkeit zu erleben.

Nachdem in einem kurzen Theorieteil auf die Gefahren, die von Alkohol, Drogen und Medikamenten für die Gesundheit des Menschen ausgehen, eingegangen und die unterschiedlichen Trinker-Typen dargestellt worden waren, wurden die Schüler zu ihren eigenen Erfahrungen mit Alkohol sowie zu ihren Trinkgewohnheiten befragt.

Die meisten der zwölf- bis 14-jährigen Jugendlichen gaben übrigens an, bereits Erfahrungen mit Alkohol gesammelt zu haben. Einige gaben zu, regelmäßig Alkohol zu konsumieren. Um den Schülern die Beeinträchtigungen von Wahrnehmung und Reaktion nach dem Genuss von Alkohol bewusst zu machen, wurden anschließend einige praktische Versuche mit unterschiedlichen „Rauschbrillen“ durchgeführt. So mussten die Jugendlichen beispielsweise einen Hütchen-Parcours meistern oder einfach eine Münze vom Boden aufheben.

Was ohne Rauschbrille überhaupt kein Problem darstellte, wurde mit dieser rasch zu einer kaum zu bewältigenden Schwierigkeit, was bei den Zuschauern immer wieder für Lacher sorgte.

Im Anschluss an diese praktischen Übungen wurden die Erfahrungen der Schüler besprochen. Dabei wurde deutlich, dass durch die Brille das Blickfeld eingeschränkt und Entfernungen verfälscht wurden. Dies machte ein rechtzeitiges Reagieren auf Hindernisse nahezu unmöglich.

Nun wurden die Auswirkungen eines solchen Rauschzustandes auf das Wahrnehmen und Reagieren im Straßenverkehr erarbeitet und abschließend noch die rechtliche Situation betrachtet. Dabei erfuhren die Schüler nicht nur, welche Strafen der Gesetzgeber für alkoholbedingte Verkehrsdelikte vorsieht sondern auch, dass sie bereits jetzt eine Führerscheinsperre riskieren, wenn sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilnehmen.

Die Schüler waren von der informativen und unterhaltsamen Aktion des ADAC begeistert und konnten ohne Alkoholgenuss am eigenen Leib erleben, welche Auswirkungen dieser auf Gesundheit und Verkehrssicherheit hat. Zudem erhielt jeder Schüler noch eine Broschüre mit wichtigen Informationen zum Thema Rauschmittel im Straßenverkehr und den Auftrag, diese den Eltern zu zeigen und auch zu Hause über das Thema zu sprechen.red

NBK Pegnitz vom Donnerstag, 6. März 2014