Viele Bilder und Clips hierzu findet ihr in "Musikschule Musikabend"

Lollipopp und Hennerdreck

Platzmangel und viel Beifall beim Musikabend an der Christian-Sammet-Schule – Schon die Anfänger beeindruckten

„Wir machen Musik“ war das Motto des Musikabends an der Christian-Sammet-Mittelschule Pegnitz und eines war wie sonst: Platzmangel. Viele Angehörige der Schüler, die ihr musikalisches Können in der Aula darboten, waren gekommen, um einen anderthalb Stunden dauernden musikalischen „Rundumschlag“ mitzuerleben.

Anfänger traten mit verschiedenen Instrumenten auf, als ob sie schon seit Jahren am Musikunterricht teilnehmen. Beifall gab es für alle und Erich Nitt, der die Gesamtleitung innehatte, konnte damit, vor allem aber mit den Leistungen seines musikalischen Nachwuchses zufrieden sein. Moderiert wurde der Abend von André Friedhaber.

„Anker los“ hieß das erste Stück der AG Bläser mit Jürgen Böhme, und dieser Anker, so stellte Rektor Bernd Zimmermann in seiner Ansprache fest, heiße auch auf zu neuen Ufern. Auf diesen Weg hätten sich die Kinder gemacht und wollten sich vor Publikum präsentieren. Einige hätten erst mit Schuljahresbeginn das Erlernen eines Instrumentes begonnen, andere lernten schon seit Jahren. Man werde heute das breite Spektrum der jungen Musiker erleben können aus der einzigen Schule in Oberfranken, die ihren Schwerpunkt im Fach Musik hat. Die Schule sei bemüht, diesem Anspruch gerecht zu werden. Es sei keine Selbstverständlichkeit, dass sich junge Menschen mit Instrumenten beschäftigen, in einer Zeit, in der Computer oder digitale Angebote locken. Aber Musik helfe den Kindern, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten besser zu entwickeln. Üben, Ausdauer, Konzentration seien Eigenschaften, die nicht nur zum Betreiben der Musik notwendig sind, sondern fürs ganze Leben, bedeutend auch fürs Berufsleben und das heißt dann Teamfähigkeit.

Anna Bayer und Hanna Dimler spielten dann Stücke mit der Violine und viele aus dem Publikum folgten der Aufforderung von Erich Nitt, den Refrain von „Lollipopp“ mitzusingen und den Schulchor damit zu verstärken. Akkordeonstücke gab es von Valentin Macian, Nadine Fenzel und Tim Eßel. Mit Solos am Schlagzeug warteten Niklas Neumann und Moritz Pscheidl auf, bevor die Orff-AG mit ihrem Lied vom „Hennerdreck“ zum Lachen, aber auch zum Beifall herausforderte. Die Akkordeonisten, ausgebildet von Hans Krellner, präsentierten sich mit einem Bandlogo „Chenavati“ und das beginnt mit „Che“, dem Chef. Ein Highlight im ersten Teil war der Sologesang von Annabell Weih, deren Darbietung, begleitet vom Erich Nitt, sicherlich auch vor ganz großem Publikum gefallen hätte. Isabell Kienbaum und Emilia Reichel boten Stücke auf der Gitarre. Nach der Pause kam der gemeinsame Chor von Schülern und Lehrern, der nicht nur einen Begeisterungssturm auslöste, sondern bei dem Nitt als Sänger und Dirigent zu regelrechten Höhenflügen ansetzte.

Tobias Schertel, Laura Schulze und Julia Weidner boten weitere Schlagzeugsolos, Celine Hohl ihr Können auf der Violine und Simon Kaiser spielte vierhändig zusammen mit Nitt. Die „Bechershow“ hatten sich Mädchen aus den achten Klassen aus einem Film abgeschaut und hatten selbst die Rhythmen eingeübt, dargeboten und das mit viel Beifall. Den gab es auch für Chor, Band und die beiden Solisten Anja Imhof und Maike Rümpelein mit ihrem Stück “In diesem Moment“. Die „Young Dixieland Band“ zeigte ebenso ihr Können wie die Schulband zum Abschluss des Abends.

Es war ein Musikabend, der viel Abwechslung bot und nicht nur die vielen Besucher, sondern auch die Mitschüler begeisterte. Es war eine Darstellung, bei der auch Anfänger zum Zug kamen und großen Beifall erhielten und sich etwas holprig bedankten. Der Abend hat bewiesen, dass in der Sammet-Mittelschule von allen Lehrkräften beste musikalische Arbeit gemacht wird. vz

NBK Pegnitz vom Samstag, 4. Mai 2013