Geldpreise für kreative Köpfe

Belohnung für gute Ideen: KSB zeichnet Arbeit von Schülergruppen mit insgesamt 5200 Euro aus

Von Ralf Münch

Alle Jahre wieder zeichnet der Armaturen- und Pumpenhersteller KSB besonders einfallsreiche Schülerprojekte mit Geldpreisen aus. Vier Schulen haben dafür Geschäftsideen für die Zukunft entworfen.

Eine Verkaufsstrategie entwickeln und präsentieren, unternehmerische Zusammenhänge erkennen und durch das Erleben lernen – darum geht es bei den jährlichen Schulprojekten. „Vor allem ist es wichtig, dass Schüler die Arbeitswelt live erleben können“, sagt der KSB-Standortsprecher Gottfried Buch.

Preise für vier Schulen

Dieses Jahr wurden vier Schulen ausgezeichnet: Das Pegnitzer Gymnasium, die Markus-Gottwald-Mittelschule aus Eschenbach, die Christian-Sammet-Mittelschule und, zum ersten Mal, die Robert-Kragler-Mittelschule aus Creußen.

„Es war für die Jury besonders schwer, eine Reihenfolge zu bilden“, so der Leiter der KSB-Berufsausbildung Deutschland, Franz Eller, zu den Schülern. Denn die siebte Klasse einer Mittelschule könne man nicht mit angehenden Abiturenten vergleichen. Dennoch gebiete es der Respekt vor der jeweiligen besonderen Ausrichtung der Projekte, dem individuellen Einsatz eine differenzierte Bewertung beizumessen.

Das Pegnitzer Gymnasium nahm an dem Projekt gleich mit drei Gruppen teil. Ein Team entwarf dabei die Idee von Sportgeräten, die mit Unterhaltungselektronik verbunden sind: Zum Beispiel einen Heimtrainer, mit dem man Strom für den Fernseher erzeugen kann. Ein weiteres Team will einen Handcomputer entwickeln und vertreiben, der es den Anwendern ermöglicht, ihre Krankheiten zu analysieren und zum Beispiel den Blutzuckerwert zu messen.

Unter der Geschäftsführung von Jessica Zahn entwickelt und vertreibt die dritte Gruppe Solarziegel – die Symbiose einer gewöhnlichen Ziegel mit einem Solarmodul. Das nachträgliche Anbringen von Solarteilen auf den bisher bestehenden Ziegeln würde so bereits beim Dachdecken entfallen. Die KSB überreichte der Schule für die erbrachten Leistungen einen Scheck im Wert von 1500 Euro.

Verkauf von Kerzenständern

Ganz konkret und anfassbar ging es beim Projekt der Eschenbacher Markus-Gottwald-Mittelschule zu. Die Schüler der siebten Klasse stellten ihr Projekt „Die Kunst des Drechselns“ vor. Der Prozess erstreckte sich über Ideensammlung, Bewertung von Alternativen, Design und Materialprüfung bis hin zur Kalkulation. Die angefertigten Kerzenständer wurden schließlich auf Weihnachtsmärkten verkauft. Als Preis erhielt die Schule 1000 Euro von der KSB.

Bei der Christian-Sammet-Mittelschule beschäftigen sich die Klassen 9c und 9d mit dem Aufbau und der Entwicklung eines Ebay-Geschäftsprozesses. Dafür wurde die Schülerfirma CSM-Store gegründet, die gespendete Artikel im Internet versteigert. „Besonders hat uns hier das gesteigerte Umweltbewusstsein und die Teamarbeit begeistert. Und auch die Projektpräsentation der Gruppe war gut organisiert“, so Eller. Für die Arbeit erhielt die Mittelschule 1200 Euro.

Letztlich konnte erstmals die Robert-Kragler-Mittelschule aus Creußen die Jury überzeugen. Die Geschäftsidee war,verschiedene Sorten von Aromaölen und Gewürzsalzen gewinnbringend auf dem Creußener Fischmarkt zu verkaufen. Dabei waren alle Phasen eines realen Geschäftsbetriebs – wie Rezeptentwicklung, Marktbefragung, Kostenkalkulation, Werbung sowie Selbst- und Fremdeinschätzung – im Projekt enthalten. Die Arbeit wurde mit 1500 Euro belohnt.

INFO Die Preisverleihung war die letzte Amtshandlung von Standortsprecher Gottfried Buch. Denn ab dem nächsten Jahr wird jemand anderes seinen Posten übernehmen (der Kurier berichtete).

NBK Pegnitz vom Mittwoch, 21. Dezember 2011