Bernd Zimmermann und Markus Lehner leiten jetzt die Sammet-Mittelschule — „Sie müssen Vorbild sein“

Gute Tipps für die „Neuen“ der Schule

Bernd Zimmermann und Markus Lehner leiten jetzt die Sammet-Mittelschule — „Sie müssen Vorbild sein“

PEGNITZ - Zwei „Neue“ führen künftig die Sammet-Mittelschule: Bernd Zimmermann aus Bayreuth als Rektor und Markus Lehner als Konrektor. Er war hier bislang Lehrer. Sie wurden von Schulrat Clemens Spindler begrüßt. Im Publikum saßen aber bei dieser Feierstunde auch die Vorgänger Helmut Graf und Günther Müller.

Helmut Graf war sehr zufrieden mit seinen Nachfolgern. Denn er kennt Bernd Zimmermann schon lange: Dieser ist Vorsitzender des Bayreuther Lehrerverbands; er selbst stand dem Pegnitzer Verband vor. „Wir haben uns deshalb oft auf Bezirksebene getroffen. Schon da hat die Chemie gestimmt. Drum war mir nie bange, als ich gehört hab, er wird’s. Man geht ja nicht raus aus dem Haus mit der Einstellung: Es ist egal, wie’s weiterläuft.“

Vor den Ferien setzten sich beide ein paar Tage zusammen, um Details zu besprechen. Bei anderen Fragen ist Markus Lehner eine gute Stütze, der schon bisher „uneigennützig, ohne sich selbst in den Vordergrund zu bringen“, so Clemens Spindler, seinen Vorgängern zur Seite stand.

Ihn als Konrektor durchzubringen, war aber nicht leicht. „Es ist einfach eine rare Stelle. Da bewerben sich viele“, so Helmut Graf. „Es ist schön, dass da Weitsicht der Regierung vorhanden war.“

Erst in Pottenstein

Markus Lehner, 41, ist in Pegnitz aufgewachsen. Lehrer war er aber zuerst in Pottenstein, bevor er vor zehn Jahren in seine Heimatstadt zurückkam. 2004 wurde er Beratungslehrer und seit diesem Sommer ist er „ständiger Stellvertreter“ Zimmermanns (mit der Aussicht, in einem Jahr Konrektor zu sein).

Bernd Zimmermann, 59, hatte seine ersten Stellen in Neudrossenfeld, Naila, Münchberg, Gefrees und Creußen. Auch in der Pegnitzer Sonderschule unterrichtete er, bevor er 1980 zur Bayreuther Graserschule kam. 1990 wurde er Fachberater für Verkehrserziehung und leitete zwei Jahre später die Stadtbildstelle. Dann kam 2001 das Konrektorenamt an der Graserschule und 2007 der Wechsel ins Rektorat nach Gefrees.

Schulrat Clemens Spindler gab ihm Tipps mit. Er war nämlich selber in Kronach Rektor gewesen und hatte dort eine „Schule der offenen Klassenzimmer“ versucht, wo zum Beispiel jeder eintreten konnte, der etwas mitzuteilen hatte. „Es war sehr schwer, obwohl ich es als ausgesprochen wichtig empfinde.“

Auch probierte er, die Kinder auf kameradschaftlicher Basis zu unterrichten. „Aber das ging immer in die Hose. Es muss eine gewisse Konsequenz da sein.“

Er stellte Zimmermann am Ende Helmut Graf als Vorbild hin: Der sei ein „Leitwolf-Schulleiter“ gewesen, dem es gelang, sowohl mit dem Hausmeister als auch dem Ministerpräsidenten „angemessen zu sprechen“.

„Sie müssen Vorbild sein, in Taten und Worten übereinstimmen und mutig entscheiden“, schloss er.

„Undankbarer Job“

Clemens Spindler wandte sich dann Markus Lehner zu. „Wissen Sie, warum es Kon-Rektor heißt? Weil er noch Rektor werden koo.“ Diese gute Aussicht sei aber auch dringend nötig, um den Stress zu verkraften: „Sie haben einen ganz undankbaren Job. Mit den Anrechnungsstunden sind Sie schlechter als der Rektor gestellt, obwohl Sie viel mehr Arbeit und Verantwortung haben. Sie müssen das als Stufe auf der Karriereleiter sehen, dann lässt der Schmerz nach.“

Das Schwerste aber, was ein Konrektor meistern muss, sei das „konstruktive Gestalten der menschlichen Beziehungen“ im Kollegium. Dieses lobte er sehr: „Mit erfolgreichen Mitarbeitern, wie sie hier im Raum sitzen, lässt sich eine erfolgreiche Schule überhaupt nicht verhindern.“

Für den Schulverband sprach noch Manfred Thümmler. Er sicherte Bernd Zimmermann zu, finanziell immer zur Stelle zu sein. Er bekomme ein aufs Modernste saniertes Haus.

Nordbayerische Nachrichten vom 24.09.2011

Hier sind noch einige private Bilder.
Vorstellung der beiden neuen Rektoren.