Großartige Stimmung beim Jubiläum „40 Jahre Christian-Sammet-Schule“: Hier der bestens umgesetzte Musiktitel „Hand in Hand". Foto: Eva Böhm

Bunt, fröhlich und international

Christian-Sammet-Mittelschule feierte 40. Jahrestag der einstigen Hauptschule

PEGNITZ - „Ein bisschen feiern wolle man das kleine 40. Jubiläum schon“, sagte Rektor Bernd Zimmermann von der Christian-Sammet-Mittelschule. „Denn ein Mensch ist mit 40 in den besten Jahren und steht mitten im blühenden Leben.“ Er beleuchtete die jüngsten zehn Jahre „der Schule mit Lebensfreude“ und nannte die wichtigsten Ereignisse dieses Zeitraums.

Großartige Stimmung beim Jubiläum „40 Jahre Christian-Sammet-Schule“: Hier der bestens umgesetzte Musiktitel „Hand in Hand".

2001 wurde die Hauptschule in Christian-Sammet-Schule umbenannt, 2002 gab es erstmals einen voll ausgebauten M-Zug, 2005 wurde die Kooperationsvereinbarung mit der KSB geschlossen. 2006 kam Kultusminister Karl Freller, 2006 wurde die Schulpartnerschaft mit Slany gegründet. 2008 wurde durch die Errichtung der ersten Ganztagesklasse das schulische Angebot komplettiert.

2009 kam es zur Gründung des Schulverbundes Pegnitz-Creußen, dieser wurde 2011 um die Mittelschulen Pottenstein und Gößweinstein erweitert. 2009 wurde die Mittelschule auch um den Schwerpunkt Musik erweitert, die einzige Mittelschule in Oberfranken mit diesem Zusatz; seit 2010 gibt es einen Schulsozialdienst.

Neue Aufgaben warten

Zimmermann dankte allen Pädagogen in den 40 Jahren für ihre Leistungen, die Tausende von Schülern in das Berufsleben begleitet hätten. Als neue Ziele gebe es die Neuorganisation der Berufsorientierung, die Verstärkung der musischen Erziehung, den Vollausbau des Ganztagszuges, Schulcoaching im Ganztagesbereich mit weiteren Partnern der Region sowie bauliche Veränderungen zur Verbesserung des Brandschutzes.

Zur Vorbereitung auf die Berufswahl existieren eine Kooperation mit der Berufsschule, die Anbindung an den Arbeitskreis Schule-Wirtschaft, die Zusammenarbeit mit Betrieben aus der Region, Vorbereitung auf die Berufswahl durch zahlreiche Praktika sowie die Spezialisierung auf ein arbeitspraktisches Fach aus den Bereichen Soziales, Technik oder Wirtschaft. Er warf die vielen Angebote der Musikschule, die Jugendsozialarbeit, das Schülercafé, den Pausenverkauf, die Patenprojekte, die ausgebildeten Streitschlichter und die zahlreichen Arbeitsgemeinschaften als positive Gewichte in die Waagschale.

Das Grußwort des Bürgermeisters Manfred Thümmler ließ dessen große Verbundenheit erkennen. „Diese Schule ist bunt, fröhlich, europäisch, international und zukunftsfähig.“ Er erinnerte an den Künstler Ali Safaian, der mit dem tollen Farbkonzept Freude in das Gebäude brachte. „Diese Schule hat ein Leben und eine Zukunft.“ Thümmler betonte, dass es in Pegnitz 67 Ausbildungsberufe und in der Region 90 gebe. Tief in den Säckel habe man gegriffen, um das Schulzentrum zu ermöglichen, betonte er, ersparte den Zuhörern jedoch das Nennen vieler Zahlen.

Schulrat Clemens Spindler lobte die kontinuierliche und erfolgreiche Entwicklung. Die schulische Arbeit sei nicht immer leicht, die Herausforderungen steigen derzeit noch; jedoch sollen die solide Schulbildung und das soziale Verhalten weiterhin auf hohem Niveau gehalten werden.

Franz Eller vom Arbeitskreis Schule und Wirtschaft meinte, dass sich ein derartiger Festtag zum Rückblick anbiete. Er verwies auf viele erfolgreiche Ansätze, besonders auf das Schulpatenprojekt. Er wünschte für die Zukunft viel Gespür dafür, was Schüler brauchen. Die Kompetenzen der Bildung und Sozialkompetenzen sollen in einem gesunden Verhältnis zueinander und miteinander stehen. „Der Beruf ist mehr als Gelderwerb, sondern Lebenswerk.“ Er hatte von der KSB eine Pumpenuhr für Rektor Zimmermann dabei, die Uhr zeige „Zeit und Energie“.

Mitreißende Beiträge

Unter der musikalischen Gesamtleitung von Erich Nitt wurde das Geschehen romantisch vom Chor und Maike Rümpelein mit „Viel verachten die edele Musik“ und dem „Ave Marie“ von Annabell Weih und Sarah Kirzdörfer umrahmt. Temperamentvoll gestaltete sich der Auftritt von Chor, Percussion-Gruppe und Luise Utz mit dem Beitrag „Siyahamba“; mitreißend war der Beitrag „Hand in Hand“ mit Solisten, Chor und der Band der CSM. Frohsinn brachte die Arbeitsgemeinschaft Tanz mit verschiedenen Schautänzen auf die Bühne, allen Akteuren zollten die Gäste in der voll besetzten Aula heftigen Beifall.

Gleichzeitig wurde ein „Tag der offenen Tür“ veranstaltet. Es gab Informationen für Eltern sowie Informationen über Ganztagesklassen. Die Schüler engagierten sich an vielen Stationen. Es wurden unter anderem ein Verkaufsmarkt, Quiz und Spielstationen organisiert sowie die Schulküche und die Schülerfirma präsentiert. Handwerkliche Techniken wurden vorgeführt, Schülerwerkstücke verkauft, ebenso wie Cocktails, Kaffee und Kuchen, Würstchen, Getränke, Hamburger oder Waffeln. Ein Teil der Erlöse war für den Pegnitzer Gnadenhof für Tiere bestimmt.

Nordbayerische Nachrichten vom 07.05.2012
Hier sind noch private Bilder zur Feier.