Wie war das noch mal? An der Lerntheke können die Schüler der Christian-Sammet-Mittelschule mit ihrem Lehrer Albrecht Heimberg aktuellen Unterrichtsstoff diskutieren. Foto: Münch

Mit Köpfchen in die Werkstatt

Neues Lernkonzept in der 7 a der Christian-Sammet-Mittelschule

Von Anne Bürmann und Ralf Münch

Die Christian-Sammet-Mittelschule hat ein neues Projekt: die Lernwerkstatt. Dabei bearbeiten die Schüler Themen in Gruppen und präsentieren ihre Ergebnisse an einer Lerntheke. Sogenannte Qualitätsicherungen und -kontrollen zeigen, ob die Jugendlichen den Lernstoff verstanden haben.

Wie läuft eine Gemeinderatssitzung ab? Diese Frage soll im Sozialkundeunterricht in der 7 a der Christian-Sammet-Mittelschule geklärt werden. Anstatt auf Frontalunterricht setzt Lehrer Albrecht Heimberg auf das neue Projekt Lernwerkstatt. „Der Rohstoff Geist soll bearbeitet werden“, erklärt der Lehrer die Grundidee des Projekts.

Die Schüler erhalten zu Beginn des Unterrichts ihren Arbeitsauftrag, recherchieren die Fragestellung in kleinen Gruppen, halten ihre Ergebnisse in einem Hefteintrag fest und treffen sich im Anschluss an der Lerntheke. Diese macht es den Schülern einfacher miteinander zu diskutieren, da sie sich gegenüberstehen. Und genau darin sieht der 14-jährige Moritz Schmidt einen großen Vorteil: „Im Team lässt es sich besser zusammenarbeiten, als wenn das jeder für sich alleine machen würde.“

Am Ende der Stunde erfolgt die sogenannte Qualitätssicherung, bei der den Schülern Fragen zum Thema gestellt werden. Anhand der Antworten erkennt der Lehrer, ob jeder das Thema verstanden hat, sagt Heimberg.

Die Antworten werden dabei aber noch nicht benotet. Erst zwei Wochen später erfolgt eine schriftliche Qualitätskontrolle, bei der das Wissen der Schüler benotet wird.

Von der Idee der Lernwerkstatt erwarten sich die Schüler hauptsächlich eines: bessere Noten. Und das scheint auch zu funktionieren: „Seit Anfang des Schuljahres setzten wir die Lernwerkstatt um. In Mathe hatten wir am Anfang einen Klassennotendurchschnitt von 4,2. Jetzt liegt er bei 3,3“, erklärt Schülerin Norissa Müller.

Eine Sechs hat seitdem keiner mehr in Mathe geschrieben. Und auch die 13-jährige Lisa Janle ist, wie die meisten ihrer Mitschüler, von der Methode begeistert. „Wenn einer im Team schlechter ist als andere, dann kann man ihn in der Gemeinschaft hochziehen. Zusammen ist man stärker“, sagt sie.

Momentan arbeitet an der Christian-Sammet-Mittelschule nur die 7 a mit der Lernwerkstatt. Laut Heimberg eignet sich das Konzept aber für alle Schüler der siebten bis neunten Klassen.

NBK Pegnitz vom Dienstag, 25. Januar 2011