Nach Hula Hoop zum Negerkuss-Füttern

Nach Hula Hoop zum Negerkuss-Füttern

M-Zweig-Absolventen beim Abschluss-Scherz: Fünf Lehrer müssen die kuriosesten Aufgaben lösen

PEGNITZ - Mit großem Hallo verfolgten die Sammetschüler von den Tribünen der Turnhalle herab, zu welch einem Spaß sich der Abschluss-Scherz der Klasse M10 entwickelte. Ein unermüdlicher Einheizer dafür war Elen Accetta. Mit dem Mikrophon bewaffnet, dirigierte sie routiniert lustige Lehrerspiele, von ihrer Mitschülerin Nicole Hauenstein assistiert.

Lehrer Arnold Brendel bekommt gerade von einer Schülerin, deren Augen verbunden sind, einen Löffel Joghurt zugeführt. Moderatorin Elen Accetta freut sich, dass es danebengeht — und mit ihr die ganze Klasse.

Von den 28 M-Zweig-Absolventen hatten 27 die Prüfung bestanden. Und die zogen sich extra bedruckte T-Shirts über und feierten. Ihre Shirts sprachen ironisch von einer „perfekten Mischung“ der letzten Lernjahre: „Ätzender Stoff“ verband sich da scheinbar mit „explosiver Stimmung“ und „giftigen Kommentaren“.

Manche streikten

Aber so schlimm kann es nicht gewesen sein, weil alle so fröhlich ins Spaßfinale gingen. Dazu holten sie die Lehrer Arnold Berner, Herbert Haberberger, Margit Rauh, Martina Arnold und Irene Meyer aufs Hallenparkett. Die kamen mehr oder weniger freiwillig. Andere Wunschkandidaten streikten.

Alle Lehrer mussten erst einmal Sit-ups zum Aufwärmen liefern und mit einem Hula Hoop-Ring um die Hüften um die Wette laufen. Dann durften sie aus einem Motorradhelm Zettel mit Nummern ziehen — und jede Nummer schob ihnen eine lustige Aufgabe zu.

Herbert Haberberger sollte zum Beispiel, zuvor halb schwindelig gedreht, zielsicher kegeln. Ihm gelang es nicht, aber Irene Meyer.

Arnold Berner sollte 70 Sit-ups liefern und schaffte locker 50: ein Bodybuildertyp.

Irene Meyer wurde an einen Tisch gesetzt und von einem Schüler gefüttert, der mit verbundenen Augen hinter ihr stand. Ein Löffel mit Yoghurt, ein Löffel mit klebriger Schokosauce und als Abschluss ein Krokantnegerkuss — all das fand erstaunlich gut sein Ziel.

Aber bei Arnold Berner durften die Zuschauer johlen. Da ging viel daneben. Wie ein Clown erhob er sich am Schluss wild „geschminkt“ und lachend von seinem Stuhl. Margit Rauh löste dafür fast kleckerfrei die Aufgabe, nur mit dem Mund einen kleinen Gegenstand aus einer Glasschüssel mit Himbeerpudding zu fischen.

Nordbayerische Nachrichten vom 20.07.2011

Hier noch einige Schnappschüsse von Irene Lenk (NN)