Witziges Schülerspiel mit Wiener Opern-Profis
Das hätten sich Pegnitzer Sammet-Hauptschüler nicht träumen lassen: Gemeinsam mit drei Profis des Wiener »Papageno-Ensembles» standen sie in einer Schüleraufführung auf der Bühne. Vor rund 120 begeistert klatschenden und johlenden Klassenkameraden der Fünften und Sechsten spielten sie Beethovens einzige Oper, »Fidelio» als Mitmach-Stück. Schon nach wenigen Minuten war das Eis gebrochen und man lachte lauthals über witzige-flapsige Bühnenkommentare und geschickte Verfremdungen der Operntruppe. Eine fiktive Begegnung zwischen Mozart und Beethoven wurde flapsig eingeleitet mit: »Wie heißt er? Betthupferl? Nein? Beethoven?» Und: »Der kann ja nichts werden, bei dem scheußlichen Namen». Nur zu gerne ließen sich die Sammetschüler mit wohldosierten Klassikeinlagen - Musik vom Band, Opernsoli live - in die Handlung hineinziehen. Drei Wochen hatte Musiklehrer Erich Nitt mit den Schülern die Bühnendialoge einstudiert, die Gesangseinlagen übernahm die Wiener Truppe. In ihren Rollen brillierten Florian Krug, Anja Imhof, Michael Ramming, Christopher Socaciu, Steffi Zahner, Jonas Kaese und Yannick Hofmann. Mitten während der kurzweiligen Aufführung wurde noch schnell ein Trupp Wächter mit schwarzen Sonnenbrillen ausgestattet. Mindestens neun oder zehn Mal war das Papageno-Ensemble schon in Pegnitz zu Gast. Erich Nitt freute sich, dass auf diese Weise Berührungsängste mit Klassik abgebaut werden. Und zum Finale sangen dann alle Besucher und Bühnenakteure gemeinsam »Freude schöner Götterfunken».
fh/Foto: pfr 20.3.2010